
Mineralfeuerrot - ausverkauft, nicht mehr lieferbar!
Mineralfeuerrot bzw. Molybdatrot ist in unterschiedlichen Nuancen erhältlich. Sie bewegen sich im Bereich mittlerer Cadmiumrottöne und stehen diesen farblich in nichts nach!
Chemisch ist dieses Pigment mit den Chromgelbtypen verwandt. Es unterscheidet sich jedoch durch den Einbau von farblosem Bleimolybdat in das Chromat. Die Formel lautet in etwa: PbCrO4.PbMoO4. Durch diesen Umstand und durch eine spezielle Coatung (Ummantelung) des Pigmentes wird eine weitreichende Beständigkeit auch in Öl erreicht.
Aufgrund des Gehaltes an Blei sowie an Chromat ist dieses Pigment als gesundheitsschädlich einzustufen. Daher ist zu erwarten, dass es zukünftig nicht mehr erhältlich sein wird, ein Tatbestand, der eigentlich schade ist, da es sich um einen sehr preiswerten Ersatz für die ungleich teureren Cadmiumrottöne handelt.
Mineralfeuerrot ist in allen Techniken verwendbar, mit Ausnahme von Kalk und Zement. In Pastelltechniken sollte man es aufgrund des giftigen Staubes meiden. Es handelt sich um ein sehr weiches, feines aber etwas schweres Pulver, welches mühelos anzuteigen bzw. anzureiben ist. Wie schon erwähnt, kann modernes Mineralfeuerrot ohne weiteres in Öl angerieben werden. Wer diesbezüglich noch Skepsis hegt, für den bleibt schliesslich noch die absolut sichere Anwendung in verschiedenen Temperatechniken oder als Dispersionsfarbe.
Als Weiterentwicklung des Chromrot stellt Mineralfeuer- bzw. Molybdatrot eine ziemlich neue Entwicklung auf dem Pigmentsektor dar. Trotz seiner positiven Eigenschaften hat es sich jedoch im künstlerischen Bereich nie richtig durchsetzen können, was nicht verwundert, da es kaum als gebrauchsfertige Farbe erhältlich ist!