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Chromrot - ausverkauft, nicht mehr lieferbar!



Auch Chromrot entspricht in seinen Tönungen einem mittleren Cadmiumrotton. Wenn Wehlte behauptet, dass Chromrot nicht die Schönheit von entsprechenden Cadmiumtönen erreicht, dann muss man bedenken, dass dies zu einem Zeitpunkt formuliert wurde, als die Fabrikation noch nicht so weit fortgeschritten war.

Chemisch handelt es sich um ein basisches Bleichromat nach der Formel PbCrO4·Pb(OH)2. Auch hier gilt, dass dieses Pigment aufgrund des Gehaltes an Blei und Chromat gesundheitsschädlich ist.

Bei den dunkleren Nuancen von Chromrot handelt es sich um ein verhältnismässig grobes und hartes Pulver. Die Deckfähigkeit ist im Gegensatz zum Molybdatrot bzw. Mineralfeuerrot gering, die Lasurfähigkeit umso besser. Beim Feinermahlen wird der Rotton orangestichiger. Die Lichtechtheit von Chromrot ist sehr gut. Wehlte warnt allerdings vor Verarbeitung in Öl, da hier Bräunungen eintreten können. Ansonsten ist dieses Pigment in allen Bindemitteln verwendbar.

Chromrot hat sich trotz des günstigen Preises nie so recht im künstlerischen Bereich durchsetzen können. Es ist seit Anfang des 19. Jahrhunderts im Handel gewesen. Heute ist es nicht mehr erhältlich, da es durch das technologisch angenehmere Mineralfeuerrot ersetzt wurde. Eine Ausnahme gilt für orangefarbige Sorten, die heute unter der Bezeichnung Chromorange vertrieben werden. Diese Chromorangetöne werden bei der Herstellung speziell beschichtet, was sie gegenüber Veränderungen unempfindlich macht (vergleiche Chromgelb).