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Schweinfurter Grün, echt - nicht lieferbar! -



Chemische Zusammensetzung : Kupfer-arsenit-acetat   Cu(CH3COO)2·3 Cu(AsO2)2

Synonyme:
Papageiengrün, Patentgrün, Mitisgrün

Schweinfurter Grün war das berühmteste Grün zu seiner Zeit.
Schweinfurter Grün wurde 1800 durch einen Edlen von Mitis in Wien erstmals hergestellt und daher zunächst Mitisgrün genannt. Im Jahre 1814 erfolgte die erste fabrikmässige Gewinnung diese Farbstoffs durch Sattler in Schweinfurt, daher die Bezeichnung.

Schweinfurter Grün ist eine Verbindung von Kupfer, Arsen und Essigsäure. Es gehört zu ähnlichen Verbindungen wie Grünspan, eine Kupfer-Essigsäure Verbindung und Plossblau, eine Kupfer-Calcium-Essigsäure Verbindung. Gegen Licht und Luft ist die Farbe sehr beständig, dagegen wird sie durch Säuren, Alkalien und Schwefelwasserstoff zersetzt. Im Gegensatz zu diesen traditionellen Farbmitteln ist Schweinfurter Grün hoch giftig. Wegen seiner hohen Giftigkeit verwendete man Schweinfurter Grün als Anstrichfarbe. Insbesondere bildet Schweinfurter grün auf feuchtem Kalkputz eine gasförmige Arsenverbindung, welche den Bewohner eines mit Schweinfurter Grün gestrichenen Zimmers vergiften kann. In Deutschland ist Schweinfurter Grün seit 1882 verboten. Dies war koloristisch ein grosser Verlust, da kein damals bekanntes Pigment die Brillanz und Schönheit des Schweinfurter Grüns ersetzen konnte.

Als ungiftiger, lichtechter, brillanter Ersatz hat sich eine Mischung von 23010 Heliogengrün gelbstichig mit 46310 Zinkweiss bewährt. Nach Belieben kann man mit einem lasierenden Gelbpigment wie z.B. 23650 Brillantgelb oder 23850 Studiogelb die gewünschte Nuance erreichen.

Im Handel gibt es viele Ersatzstoffe, viele Mischungen eifern dem Vorbild Schweinfurter Grün nach, ohne den Farbton zu erreichen ( z.B. auch unsere Mischpigmente 44500, 44510, 55700, 55800).

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