
56500 - 56650 Nach-Leucht-Farben
Wegen ihrer Eigenschaft, nach einer Belichtung nachzuleuchten, zählt man diese Pigmente zu den Phosphoren. Kürzerwelliges Licht regt diese stärker zum nachleuchten an, als längerwelliges Licht mit einem stärkeren Rotanteil. Auch die Dauer und die Intensität der Belichtung hat einen Einfluss auf die Stärke und Dauer des Nachleuchtens. Ähnlich, wie bei den Schwarzlichtfarben handelt es sich um spezielle Zinksulfidkriställchen, die mit entsprechenden Aktivatoren (Cadmium, Selen, Europium) versetzt sind. Daher sind diese durchaus lichteechten Pigmente als giftig zu betrachten.
Nachleuchtpigmente wirken im übrigen unter Schwarzlicht. Sie sind in den Farben Grün, Rot, Blau erhältlich und entsprechen den Grundfarben des Farbfernsehsystems. Durch entsprechende Kombination aller drei Nachleuchtmpigmente lassen sich unter UV-Bestrahlung theoretisch alle Farbwirkungen erzielen, zu denen auch das Farbfernsehen imstande ist. Da diese Leuchtstoffe Licht aussenden, werden hier additive Farbmischungen vollzogen, das heisst Grün und Rot mischt sich zu Gelb, Blau und Grün zu Türkis, Rot und Blau zu Magenta. Alle drei Farben schliesslich ergeben Weiss.
Nachleuchtpigmente haben bislang praktisch keine künstlerische Nutzung erfahren. Verwendung finden sie im allgemeinen für Lichtschalter, Markierungen aber auch für Spielzeug und Aufkleber. Zur Erzielung bestimmter Effekte, kann jedoch auch die Nutzung von Nachleuchtpigmenten im Bildinteressant sein. Die Möglichkeiten werden noch erweitert, wenn man diese Pigmente mit Schwarzlichtfarben und/oder Tagesleuchtfarben kombiniert.
Siehe auch allgemeine Informationen zu Leuchtfarben,
Tagesleuchtfarben, Schwarzlichtfarben
und LUMOGEN-Farbstoffe.
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