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Mangan



Symbol: Mn [von magnesia nigra, einer schwarzen, bei der kleinasiatischen Stadt Magnesia gefundenen Erde]

Mangan ist Mangan ist das vierzehnthäufigste Element und nach dem Eisen das zweithäufigste Metall der Erdkruste. Es begleitet das Eisen in vielen Erzen, doch kommen auch reine Manganerzlagerstätten vor. Es tritt in der Natur nicht elementar auf, kommt aber in zahlreichen Erzen in chemisch gebunder Form vor. Die Hauptvorkommen der Manganerze mit 45% Anteil an den Weltreserven liegen in der Republik Südafrika. Einen grossen Anteil mit 38% verfügt Russland mit seinen Vorkommen an der Ostküste des Schwarzen Meeres. Die restlichen 17% verteilen sich auf Gabun, Indien und Brasilien. Grosse Manganmengen befinden sich auch in den Manganknollen am Grunde der Ozeane. Mangan ist ein bedeutendes Spurenelement, gelöste Verbindungen kommen fast überall im Boden, im Grundwasser und im Meerwasser vor. Sehr grosse Manganvorräte bilden die aus Mangan- und Eisenoxiden bestehenden Manganknollen auf dem Grunde mancher Gebiete des Weltmeeres.

Reines Mangan ist ein stahlgraues, sehr hartes und sprödes Schwermetall. Es kommen vier Modifikationen vor, die beim Erhitzen auf 740°C, 1075°C und auf über 1140°C zugänglich sind. Mit Wasser reagiert es bereits bei Zimmertemperatur unter Wasserstoffentwicklung.

Geschichtliches:
Braunstein wurde bereits von den Höhlenmalern als schwarzes Pigment verwendet. Man hielt ihn jedoch bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts für einen Abkömmling des Eisenerzes. Auf Scheeles Anregung gewann der schwedische Chemiker Johann Gottlieb Gahn im Jahre 1774 in Stockholm erstmals unreines Mangan, in dem er ein Gemisch aus Braunstein und Kohle reduzierte.
Er nannte das neue Element zunächst Magnesium, was soviel bedeutete wie Schwarze Magnesia. Um Verwechslungen mit dem heute unter dem bekannten Namen für Magnesium zu vermeiden, schlug man zunächst das Wort "Manganesium" vor. Später änderte es M.H. Klaproth zu "Manganium" und "Mangan" ab. Das chemische Symbol "Mn" führte 1814 J.J. Berzelius ein. Technische Bedeutung erlangte das Metall ab 1860, nachdem man in Hochöfen Eisen-Mangan-Legierungen schmelzen konnte.

Manganhaltige Minerale: