Aquarellfarben von Kremer Pigmente
Zeichnen im Medium der reinen Farbe – kaum eine andere Maltechnik eignet sich hierfür so gut wie das Aquarell.

Bereits in Altägypten fand die Technik der Aquarellmalerei Anwendung auf verschiedens-ten Bildträgern, sogar in der Wandmalerei. Doch erst in der Renaissance, eng verbunden mit dem Namen des aus Nürnberg stammenden Malers Albrecht Dürer, erlebte die Aquarellmalerei ihre erste Hochzeit. Dürer, der v.a. auf Reisen in dieser Technik Landschaften, Veduten oder Pflanzenstudien hervorbrachte, schätzte das Aquarell gerade wegen seiner praktischen Handlichkeit und des geringen Aufwands, der diesem Verfahren zu Eigen ist. Denn neben Wasser und den in Gummi Arabicum unter Zusetzung von Honigzucker oder Glycerin gebundenen Pigmenten bedarf es lediglich eines Bogens Papier – und das Skizzenbuch tut es auch.

Egal ob zu Dürers Zeiten im ausgehenden Mittelalter auf dem Pferderücken oder in der Kutsche, oder aber heute im Hochgeschwindigkeitszug, das Aquarell ist neben der Zeich-nung das Medium, um flüchtige Augenblicke im Bild festzuhalten.
Doch erst am Ende des 16. Jahrhunderts konnte sich die Aquarellmalerei als eigenständige Gattung etablieren, die Rezeptionsbedürfnisse, die bis dato im vorrangig sakralen Tafelbild ihre Erfüllung fanden, wandelten sich zunehmend und parallel zur Entstehung der Stillleben- und Landschaftsmalerei konnte das Aquarell ab dem 18./19. Jahrhundert ein breiteres Publikum erreichen. Die Säkularisierung fand so auch nach und nach ihren Niederschlag in der Kunstproduktion und in einem mehr und mehr bürgerlichen Rezipienten, was auch eine Erweiterung der Maltechniken in der praktischen Anwendung nach sich zog.
Auch wenn das Aquarell lange nicht den klassizistischen Vorgaben der abendländischen Malerei entsprach, akademisch orientierte Kunstrichtungen ihm ablehnend gegenüber standen, war es gerade die Sinnlichkeit der Farbe, der Verzicht auf die gesetzte Linie, die für das Medium charakteristische Authentizität und Unmittelbarkeit, die dann in der deutschen und englischen Kunst der Romantik von Malern wie Caspar David Friedrich oder William Turner geschätzt wurde.

1804 wurde übrigens bereits die » Society of Painters in Water Colours« in London gegründet. Erklärtes Ziel ihrer Mitglieder wie u.a. Copley Fielding war es, die Aquarellmalerei an der Royal Academy of Art zu etablieren und gegen die Dominanz der Ölmalerei mehr als nur ›Farbtupfer‹ als Akzente zu setzen.
Und das ist mit durschlagendem Erfolg gelungen:
Von Eugène Delacroix, über Théodore Géricault bis zu den Vorläufern der französischen Impressionisten wie Camille Corot und später dann Paul Cézanne, bis hin zu den Pointilisten, wurde in Aquarell gemalt, die deutschen Expressionisten ließen sich hiervon inspirieren. Man denke nur an Emil Nolde und Oskar Kokoschka oder die Arbeiten von Paul Klee und Wassily Kandinsky, denen genau mit diesem anti-klassischen, anti-akademischen Medium der »abstract turn« gelang.
So fungierte die Aquarellmalerei nicht nur zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Wegbereiter beispielsweise der abstrakten Malerei, schon zwei Jahrhunderte zuvor spielte sie eine entscheidende Rolle bei der Hervorbringung der Landschaftsmalerei als autonomer Gattung.
Und auch in der Kunst nach 1945 ist das Aquarell im Werkkomplex vieler Künstler nicht wegzudenken. Die Reihe der illustren Namen reicht von Maria Lassnig über Joseph Beuys bis hin zu Günther Uecker oder gar Jonathan Meese, die in dieser Technik ganze Zyklen entstehen lassen.
Das Aquarell steht für Zeichnen im Medium der reinen Farbe. Und hierfür bürgt der Name KREMER PIGMENTE.
Dr. Georg Kremer hat sich in den vergangenen fünf Jahren intensiv mit der Herstellung von Aquarellfarben auseinandergesetzt und konnte nun in diesem Frühjahr mit dem »KREMER Aquarellkasten Landschaftsmalerei« (881004) in Folge den fünften Aquarell-kasten nach der Basisausstattung »KREMER Aquarellkasten I« (881000), »KREMER Aquarellkasten Perlglanzpigmente« (881005), » KREMER Aquarellkasten für die Goldre-tusche« (881007) und » KREMER Aquarellkasten Klein« (881008) in sein Sortiment auf-nehmen.
In Kremers Farbmühle in Aichstetten werden nun also neben historischen Pigmenten, eigenen Ölfarben auch in Handarbeit Aquarellfarben hergestellt, die auf dem Bindemittel-Rezept der fachlich ausgewiesenen Aquarellmalerin Carol Gillot basieren.

So versuchen die Hersteller von Wasserfarben seit Jahrhunderten deren Vermalbarkeit zu verbessern. Dr. Kremer ist es nun gelungen, mit der Verwendung von »Gillots Malmittel« eine hervorragende Wasserfarbe herzustellen. Gillots Aquarellmalmittel enthält Gummi Arabicum mit Honig und Glycerin als Weichmacher für beste Haltbarkeit.
Dr. Kremer nimmt nun das Malmittel und ausgewählte reine Pigmente sowohl aus der eigenen Herstellung als auch organische, anorganische und pflanzliche Pigmente zur Hand, die mit »Gillots Malmittel« gebunden, auch für das Medium der Aquarellmalerei ein hervorragendes Sortiment bereit halten.
Von A wie Azurit MP himmelblau (102078) über Eierschalenweiss (114108), IRGAZIN® Rubin (231828), Perlglanz Magic Gold (506508), Pyramidengelb (233708) oder Vagone grüne Erde (417508) bis zu Z wie Zinkweiß (463008) oder Zirkon-Cölinblau (454008) reicht die mannigfaltige Farbpalette, die keine Wünsche offen lässt.

Höchste Qualität bei der Herstellung und Verarbeitung der reinen Materialien erzeugen eine außergewöhnliche Leuchtkraft der Aquarellfarben. Die gelungene Zusammenstellung der Aquarellkästen für unterschiedliche Anwendungsbereiche wie Restaurierung oder Plein-Air-Malerei machen diese schließlich zu einer unverzichtbaren Bereicherung auf dem Künstlerfarbenmarkt. Die Tiegel sind auch alle einzeln erhältlich und es besteht selbstverständlich die Möglichkeit der individuellen Zusammenstellung eines nach eigenen Farbwünschen gestalteten Aquarellkastens.

Kremer Pigments Inc. USA
Primel
Mispel
Kremer Pigmente bei Facebook
Surey, Lothar
hi,
möchte mehr über Aquarellfarben und Bindemittel erfahren. Lg. Lothar Surey
Erich Speidel
Guten Tag,
ich verwende für meine Malerei Farben von Schmincke oder von Winsor&Newton.
Ihre Produkte klingen sehr interessant und ich würde gerne etwas mehr darüber erfahren.
Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
Erich Speidel
Erich Speidel
Guten Tag,
ich habe mir zum Testen 8 Farben gekauft.
Gute Mischbarkeit untereinander, sehr schöne Brillianz und auch das samtweiche Anfühlen der abgetrockneten Näpfe haben mich überzeugt.
Allerdings ist die Nass-in-Nass Verarbeitung gewohnheitsbedingt zu lernen und nicht mit dem Fliess- und Mischverhalten der bekannten Aquarell-Farbanbieter zu vergleichen.
Meine Erstbestückung werde ich erweitern.