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64150 Zitronensäure



Chemische Zusammensetzung : C6H8O7

Grosse rhombische Prismen, die mit 1 Mol H2O kristallisieren und bei etwa 100° schmelzen. Die Kristalle können bei 30-40° oberflächlich unter Wasserabgabe zu einem weissen Pulver verwittern. Die kristallfreie Form schmilzt bei 153°. Zitronensäure löst sich in Wasser sehr leicht mit saurem Geschmack und saurer Reaktion. In Alkohol ist sie ebenfalls leicht löslich (100 Tl. 80%iger Alkohol lösen 87 Tl. Zitronensäure), in Äther ist sie dagegen schwer löslich.

Beim Erhitzen über 75° erfolgt Zerstörung unter Bildung von Akonitsäure. Im Organismus wirkt Zitronensäure etwas antirachitisch, da sie die Calciumaufnahme erleichtert.

Zitronensäure gehört zu den verbreitetsten Pflanzensäuren. Sie wurde nachgewiesen in Zitronensaft (5-7%), Ananas, Äpfeln, schwarzer Holunder, Johannisbeeren, Milch, Nadelhölzern, Orangen, Orchideen, Pilzen (Champignon, Trüffel), Rübensaft, Tabakblättern, Wein usw. Frische Milch enthält im Liter 2,5 - 2,8 g Zitronensäure. Durch bakteriellen Abbau sinkt die Konzentration schnell.

Herstellung:
Man konzentriert 40-50 l gewöhnlichen Zitronensaft durch Erhitzen auf etwa 6 l und lässt auf die mit Dampf auf 80° beheizte Flüssigkeit siedende Kalkmilch einwirken, wodurch unlösliches Calciumcitrat ausfällt, das nachher mit Schwefelsäure in freie, unlösliche Säure und schwerlöslichen Gips zerlegt wird.

Verwendung:
Als Zugabe zu Backpulvern, Brauselimonaden, Limonadenwürfeln, zur Tintenherstellung, Gravierung und Versilberung, zum Bleichen und Entfetten von Olivenöl, gegen Verätzungen von Ätzkalk, als durstlöschendes und kühlendes Mittel (Essigersatz).

Zitrönensäure wurde 1784 erstmals aus Zitronensaft dargestellt.