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64100 Kalialaun, Alaun, Kaliumaluminiumsulfat



Chemische Zusammensetzung : K2Al2(SO4)4·24 H2O

Farblose, durchscheinende, harte Oktaeder oder weisses kristallines Pulver. Bei mässigem Glühen entweicht alles Kristallwasser und es entsteht der gebrannte Alaun (alumen ustum), der weisse Krusten oder Pulver bildet.

Alaun ist löslich in Wasser und unlöslich in Alkohol. 100 g Wasser lösen bei 0° 5,7 g Alaun, bei 10° 8,5 g, bei 20° 12,03 g, bei 40° 25 g, bei 50° 36,78 g, bei 60° 58,5 g, bei 70° 94,38 g und bei 80° 195 g. Die Lösung in Wasser reagiert infolge Hydrolyse deutlich sauer. Aus der wässrigen Alaunlösung kristallisieren farblose, säuerlich adstringierend schmeckende Oktaeder vom spez. Gewicht 1,75, die bei 92,5° im Kristallwasser schmelzen.

Der Alaun ist ein Doppelsalz oder ein Mischsalz, man kann in seiner wässrigen Lösung nebeneinandere K-, Al-, und SO4-Ionen nachweisen, Komplexionen treten nicht auf.

Herstellung:
Man verwandelt reinen Ton oder Kaolin durch Erhitzen mit Schwefelsäure in Aluminiumsulfat, gibt Kaliumsulfat zu der Lösung und lässt auskristallisieren.

Verwendung:
Seit Plinius' Zeiten bis zur Gegenwart in der Gerberei verwendet, auch in der Färberei als Beizmittel gebräuchlich. Bei Bleisalzvergiftungen verordnet man bis zu 2 g Alaun. Dieser gibt mit dem Bleisalz im Magen unlösliches und daher ungiftiges Bleisulfat. Ferner benötigt man Alaun z.B. zum Gerben von Kaninchenfellen (Weissgerben), zur Leimung von Papier usw.
Alaun wurde in vielen Verwendungsbereichen fast vollständig durch das billigere Aluminiumsulfat verdrängt.

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