
63025 Hasenleim Gries echt / 63028 Hasengraupen echt / 63052 Hasenleim in Platten echt
Trotz der relativ dunklen Eigenfarbe wird seit langher einem in dünnen, fast quadratischen Platten gehandelter Leim aus Hasenhaut der Vorzug gegeben, weil er die ihm nachgerühmte besonders hohe Elastizität tatsächlich aufweist.
Das Ausgangsmaterial dienen sogenannte Hasennudeln. Das sind kleine Hautschnitzel, die bei der Haarfilzbereitung von Hasenfellen als Abfälle zurückbleiben. Die Klebekraft solcher Hasenhautleime ist etwas geringer, was jedoch bei Grundierungs- und Vergoldungstechniken keineswegs störend ins Gewicht fällt.
Hasenleim wird, je nach Verwendungszweck, in 2 bis 60%igen Lösungen verwendet wird,
ist zunächst klumpenfrei in kaltes
Wasser einzurühren, wo er quillt ohne in Lösung zu gehen.
Nach vollständiger Quellung, die 1-2 Stunden (bei Platten über Nacht), tritt durch Erwärmen
auf ca. 60° C sofortige Lösung (Schmelze) ein.
Die Erwärmung erfolgt durch indirektes Aufheizen im Wasserbad.
Zur Herstellung nicht so hoch konzentrierter Lösungen
kann man die Wassermenge teilen und die eine Hälfte vorlegen, den Leim einrühren und die andere
Hälfte nach erfolgter Quellung zufügen.
Die Verarbeitungstemperatur wird mit 60° C empfohlen.
Quelle: "Werkstoffe und Techniken der Malerei" (1967) von Kurt Wehlte
Siehe auch allgemeine Informationen zu Leime, und Rezepte unter : Leimfarbe für Wände (Innenbereich), Leim für Abgusszwecke, Rezept für Leimlösung.