
58500 - 58580, 590 - 59650 Marmormehle
In der Natur kommt Calciumcarbonat in drei kristallisierten Modifikationen vor:
trigonal-rhomboedrisch Calcit (Kalkspat)
orthorhombisch Aragonit
hexagonaler Vaterit
Die beständigste Form ist Calcit. Die gwöhnlichen Erscheinungsformen des Calciumcarbonates in der Natur bestehen
aus mehr oder weniger feinen Calcitkristallen. Es wird als Kalkstein, Kreide, Marmor und Muschelkalk
als Farbmittel verwendet.
Es gibt viele Versuche, die Mannigfaltigkeit der Kalke in ein System zu bringen oder die Kalksteine nach ihrer
Zusammensetzung zu klassifizieren.
Kalkstein ist ein hauptsächlich durch Ton verunreinigtes, feinkristallines Calciumcarbonat. Bei höheren Tongehalten wird er als Kalkmergel (75...90% CaCO3), Mergel (40...75% CaCO3) oder Tonmergel (10...40% CaCO3) bezeichnet.
Marmor ist ein sehr reines, grobkristallines Calciumcarbonat und ist aus Calcit durch Gesteinsumwandlung in Form von körnig spätigen Massen entstanden. Marmormehl und Kalkstein ist oft blendend weiss und viel reiner als Kreide. Die meisten der wenigen deutschen Vorkommen Wunsiedel im Bayerischen Wald, Auerbach Bergstrasse, Passau Obernzell, Vogtland oder Kaiserstuhl sind nicht mehr nutzbar.
Nicht jedes natürliche Vorkommen ist für den Abbau geeignet. Der Abbau erfolgt überwiegend in Brüchen
und offenen Gruben. Nach dem Brechen des Gesteins, dem Auswaschen und Sieben werden die gröberen
Anteile (Splitt) abgetrennt.
Durch weiteres Mahlen und Windsichten werden die Mehlfraktionen gewonnen. Feinmehle gewinnt man durch
Mahltrocknung mit Heissluft bei Temperaturen zwischen 100-150° C.
Quelle: "Weisse Farbmittel" (2000) M.H. Bernd Hering
Siehe auch allgemeine Informationen zu Calciumcarbonat.