
11800 & 11810 Marienglas, Selenit, Mondgestein
Chemische Zusammensetzung: CaSO4, von besonders hoher Reinheit
Der Name Marienglas entstand aus der Verwendung der glasscheibenartigen, dünnen und spaltbaren Gipsplatten als Glasscheibenersatz für Reliquienbehälter. Die glimmerartigen, kleinen Bruchstücke verleihen Wandfarben einen besonders hohen Reflektionswert. Durch die besondere Reinheit des Marienglases ist es sogar möglich, Marienglaspulver in Kalkfarben im Aussenbereich anzuwenden, ohne das der Gips ausblüht.
In jeder Gipsgrube gibt es Randbereiche mit Marienglas. Heute wird der meiste Gips maschinell abgebaut, so dass nur noch in wenigen Gipsbrüchen die Möglichkeit besteht, Marienglas zu erhalten. Unser Marienglas kommt aus den grössten Gipsbrüchen Europas auf Zypern.
Siehe auch Lenzin.
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